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Der Kern der Praxis

Was Evost bedeutet

Evost steht für evolutionäre Osteopathie. Die Evolutionäre Osteopathie ist eine Betrachtungs- und Behandlungsweise, die die Philosophie der Osteopathie mit den Erkenntnissen der evolutionären Biologie verbindet — Was das für Ihre Behandlung heißt, erklären wir auf dieser Seite.
Evolutionäre Medizin findet in immer mehr Bereichen Anwendung: in der Notfallmedizin, der Psychologie, der Inneren Medizin, der Infektionslehre, der Genetik — und in der Osteopathie.

Biologie ist das Fundament

Die Biologie ist das Fundament jeder medizinischen Fachrichtung — sie umfasst alle Wissenschaften, die sich mit Leben befassen.
Bis vor Kurzem fehlte die evolutionäre Betrachtungsweise sowohl im Medizinstudium als auch in den einzelnen Fachrichtungen. Erst in den letzten Jahren wird sie langsam einbezogen.
„Nichts in der Biologie macht Sinn, solange es nicht durch den Blickwinkel der Evolution betrachtet wird.“
Theodosius Dobzhansky (1900–1975), Genetiker, Zoologe und Evolutionsbiologe

Philosophie der Osteopathie

Dr. Andrew Taylor Still schuf mit der Lehre der Osteopathie 1874 eine neue Form der Heilkunde. Im Mittelpunkt stand nicht die Bekämpfung von Krankheiten, sondern die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers also der Gesundheit des Menschen.
Nach seinem Verständnis ist Gesundheit überall da, wo Beweglichkeit und Dynamik im Organismus in Balance, d.h. im Gleichgewicht ist. Jeder Organismus besitzt grundsätzlich die Qualität, sich selbst zu heilen, d.h. seine Balance wiederherzustellen. Diese Dynamik der Gesundheit ist spürbar. D.h. für uns behandelbar.

Das Symptom

Jedes Symptom, das der Körper hervorbringt, ist Ausdruck eines Lösungsversuches, den der Organismus sich ausdenkt, um wieder in seine Balance zu kommen. Er macht dies immer bestmöglich zu jedem Zeitpunkt.

Evolution ist der zurückgelegte Weg in Chronologie und Hierarchie

0 Mrd. Jahre
Entwicklung stecken in jedem lebenden Organismus
Die Osteopathie nach Dr. Andrew Taylor Still verfolgt in erster Linie das Ziel, die Gesundheit im lebenden Organismus aufzusuchen. Und diese Gesundheit ist das Ergebnis einer evolutionären Entwicklung.
Leben, wie wir es kennen, ist vor 3,8 Milliarden Jahren entstanden. Seither haben sich aus dieser primären Lebensform unzählige Arten entwickelt, die sich in Vielfalt und Komplexität unterscheiden. Die Umwelt selektiert: Organismen, die sich nicht anpassen können, sterben aus. Nur die Lebensformen, die sich am besten anpassen, können sich reproduzieren und weiterentwickeln.
Diese milliardenalte Wechselwirkung zwischen Evolution, Organismus und Selektion hat in jeder Lebensform eine artspezifische, innewohnende Chronologie und Hierarchie entwickelt. An der Gesundheit eines Menschen zu arbeiten, ohne diese Ordnung zu respektieren, ist nicht möglich — weder in der Diagnose noch in der Behandlung.

Der Unterschied liegt in der Zielsetzung

Evolutionäre Osteopathie ist eine Betrachtungs- und Behandlungsweise, die die Erkenntnisse der evolutionären Biologie mit der Philosophie der Osteopathie verbindet.

Schulmedizin

konzentriert sich auf die Strukturveränderung des Organismus — die Pathologie — und auf die Symptome, die dadurch entstehen, zum Beispiel Schmerz.

Osteopathie

legt ihr Augenmerk auf die Kraft im Organismus, die das Gleichgewicht zu erhalten versucht — also auf die Gesundheit.
„Gesundheit zu finden sollte das Ziel des Osteopathen sein. Krankheit kann jeder finden.“
Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917), Begründer der Osteopathie

Alles hängt zusammen

Ein Grundgedanke der Osteopathie ist, dass die Systeme von Bewegungsapparat, Schädel, Rückenmark und inneren Organen zusammenhängen: Sie sind durch feine Gewebenetze verbunden — das Bindegewebe wie z.B. die Faszien.
So können sich zum Beispiel Spannungen am Darm auf die Wirbelsäule und Bandscheiben übertragen. Erkennen und behandeln lässt sich das nur, wenn man den Körper als Ganzes betrachtet. Genau das tun wir bei jedem Befund und in jeder Behandlung.

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